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125. Stiftungsfest des AHSC zu Speyer „Die Mohren“
An dem Festkommers anläßlich des 125. Stiftungsfests der Vereinigung der Speyerer Corpsstudenten „Die Mohren“ am Samstag, dem 9. September 2005, im Domhof in Speyer haben in Couleur, neben 15 Speyerer Mohren, 18 Gäste teilgenommen. Außer den Corpsstudenten aus den regionalen Altherrenschaften des seit fast einhundert Jahren bestehenden Pfälzischen Corpsphilister-Verbands waren Vertreter der Speyerer Altherrenschaften anderer studentischer Vereinigungen wie Coburger Convent, Burschenschaft, Landsmannschaften und der Cartellverbände CV und KV vertreten. Ein gemeinsamer Pfälzischer Imbiß schaffte die Grundlage für den offiziellen Beginn des Festkommerses. Der Vorsitzende der Speyerer Mohren Wolfram Scheerbaum Hanseae Köln, skizzierte nach seiner Begrüßung die 125jährige Geschichte der Speyerer Mohren und das Umfeld des Stammtischs in den Jahren nach seiner Gründung in der „Sonne“. Den Festvortrag hielt der Würzburger Prof. Dr. Heinz Mösbauer Baruthiae, Vorsitzender der Speyerer Mohren in den Jahren 1988 bis 1990 und bekannter Steuerjurist. Aber diesmal waren die Steuern nicht sein Thema (obwohl höchst aktuell). Es ging um „Kneipe und Kommers – Studentische Riten in kulturhistorisch-geschichtlicher Betrachtung“. Dabei knüpfte er eine Verbindung von 5000 vor Christi bis heute. Natürlich wurden auch studentische Lieder gesungen und der „Jubilar“ erhielt Grußbotschaften, unter anderem von dem derzeitigen Präsidenten des Pfälzischen Corpsphilister- Verbands, Dr. Jürgen Reinfrank Transrhenaniae sowie auch von Vertretern anderer akademischer Altherrenschaften in Speyer, die die Tradition des akademischen Fechtens nicht pflegen. Getreu dem Wahlspruch der Speyerer Mohren „et ibi cum ridemus“ endete das fröhliche Beisammensein erst kurz vor Mitternacht. Der Sonntag war dann der Mohrenfamilie gewidmet. Nach einer Fahrt mit der „Pfälzerland“ auf Rhein und Altrhein klang das 125. Stiftungsfest mit einem Festessen im Luxhof aus. Mit einem „vivat, crescat, floreat!“ für die Speyerer Mohren verbindet sich der Wunsch, daß dieser traditionsreiche Stammtisch noch viele Jahre Bestand haben möge. Wolfram Scheerbaum Hanseae Köln
Klagelied eines AHSC-VorsitzendenDie Mitgliederzahlen der AHSC schrumpfen schneller als die Zahl der Alten Herren der Kösener Corps. Das liegt daran, daß nur eine Minderheit der Alten Herren den AHSC beitritt. In dem Gebiet, das ich überschaue, dürfte es etwa ein Drittel sein. Und das, obwohl in vielen Corpssatzungen die Alten Herren zum Eintritt in einen der wohnortnahen AHSC verpflichtet werden. Zu früheren Zeiten kamen regelmäßig Meldungen über Zuzüge von der Kösener Anschriftenverwaltung. Solches geschieht schon lange nicht mehr. Der Passus in den Kösener Statuten „Die AHV teilen jede Philistrierung umgehend dem zuständigen AHSC oder Corpsphilisterverband mit“ wurde für den AHSC Düsseldorf in keinem einzigen Fall befolgt. Alle zugezogenen Kösener, von deren Existenz ich über deren Corpsbrüder oder aus Anschriften-Änderungsmeldungen verschiedener Corpszeitungen Kunde bekam, wurden zum Beitritt eingeladen. Die Reaktion bestand meist aus Stillschweigen. Eine Minderzahl teilte mit, sie sei beruflich überlastet und könne deshalb nicht AHSC-Mitglied werden. Selten gibt es auch einmal eine Beitrittserklärung. Von jüngeren Corpsstudenten hört man häufig: „Da sitzen ja nur Alte!“ Das bedeutet mit anderen Worten: „Wir gehen nicht hin, weil wir nicht schon dort sind.“ Diese Logik ist originell. Am Portepee gepackt sollte sich jeder abseits stehende Corpsstudent fühlen, denn ein AHSC freut sich zwar in erster Linie über die Teilnehmer an den vielen Veranstaltungen, in zweiter Linie jedoch auch über jeden braven Beitragszahler als Mäzen. Schließlich gehen Euro 4,- von jedem Jahresbeitrag (in Düsseldorf Euro 15,-) in die VAC-Kasse, die von den Zahlungen der Alten Herren lebt und durch diese wirkt. Mannes Rhenaniae Bonn EM, AHSC Düsseldorf |