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150 Jahre Rhenania Z.A.B.



Stiftungsfestfoto vor dem Portal der Technischen Universität in Braunschweig.


Dieses besondere Stiftungsfest feierten wir vom 9. bis 12. Juni 2005 mit vielen Gästen aus dem WSC, dem WVAC, der öWVAC, dem Braunschweiger SC, der Technischen Hochschule Braunschweig und dem Rat der Stadt Braunschweig. Höhepunkt war der Festakt in der Aula unserer alma mater Carolo-Wilhelmina mit knapp 100 Teilnehmern, anläßlich dessen der WVACVorsitzende Dr. Burkhard Meister Hannoverae in launiger Art auf die vielen Gründungsaktivitäten unserer Rhenania einging und dafür viel Beifall erhielt. Unser Kartellcorpsbruder Dr. Hermann Franz Franconiae Karlsruhe, ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens AG, durchleuchtete in seinem Festvortrag „Hochschulen im Umbruch aus der Sicht großer Wirtschaftsunternehmen“ grundlegend die Situationen an den Hochschulen im Blick auf die neuen Studienstrukturen mit den Abschlüssen eines Bachelors oder Masters. Die ungeteilte Aufmerksamkeit der Gäste aus dem Hochschulbereich sowie der jüngeren und älteren Corpsstudenten war ihm dabei sicher. Kartellcorpsbruder Rainer Maria Röhr Franconiae Karlsruhe, zur Zeit als Tenor an der Kasseler Oper engagiert, hatte zusammen mit einem Pianisten des Staatstheaters Braunschweig den musikalischen Rahmen übernommen. Bravourös dargebrachte Balladen von Carl Loewe, ebenfalls rund 150 Jahre alt, begeisterten die Zuhörer und sorgten für eine besinnliche und doch festlich-heitere Stimmung. Zum Festkommers am Abend waren wiederum die in Braunschweig anwesende Corpsöffentlichkeit, die Vertreter der studentischen Verbindungen in Braunschweig und die Kartellcorps, Freunschaftscorps und Corpsbrüder zusammen gekommen. Die etwa 200 Teilnehmer feierten das Andenken an unsere Stifter von 1855 in Zürich. Im Festvortrag unseres Corpsbruders Prof. Dr. Hartmut Fricke Rhenaniae Z.A.B., Franconiae Karlsruhe wurden den Teilnehmern unter dem Thema „Das Fahrrad“ in anschaulicher Weise die Zusammenhänge zwischen Führung und Verantwortung im Corps oder im Berufsleben dargestellt (so interpretierte er die beiden Laufräder des Fahrrads als Antriebsorgane des Corps mit a) der Aktivitas und b) der Altherrenschaft). Wer sich Prof. Frickes Festvortrag auf der Wachenburg zum Thema „In vino veritas“ anläßlich des letzten Braunschweiger Vororts auf dem damaligen Festkommers (siehe: Der Corpsstudent 3/97, S. 90 ff.) erinnert, hat einen guten Eindruck von der Behandlung dieses Themas in akademischer Ernsthaftigkeit und Genauigkeit und der „lockeren“ Art seiner Darstellungsweise auf einem corpsstudentischen Kommers. Die nächsten beiden Tage gehörten ganz der großen Familie der Franken (unseres Kartellcorps) und der Rhenanen mit ihren Angehörigen. Das Stiftungsfest 2005 wird uns wegen der vielen Begegnungen, der Leichtigkeit des Feierns und auch des Gedenkens an unsere Corpsbrüder in vergangenen und heutigen Zeiten unvergessen bleiben.

Peter Schott Rhenaniae Z.A.B.

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