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Thema: SPD grenzt sich auf Bundesparteitag 2005 von Corps ab Weinheimer Corps widersprechen den Unterstellungen

 

Northeim Mit tiefer Empörung haben die Weinheimer Corps zur Kenntnis genommen, dass die Mitgliedschaft in einem Corps grundsätzlich unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der SPD sein soll. Der Bundesparteitag  der SPD in Karlsruhe beauftragte  am Mittwoch, dem 16. November 2005, den Parteivorstand, die Mitgliedschaft in einem Corps grundsätzlich für unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der SPD zu erklären.

Viele bekannt Persönlichkeiten, die bis heute unser Leben prägen, waren Mitglied der Weinheimer Corps: Gottlieb Daimler, Hugo Henkel (Persil), Hugo Junkers (Junkers Flugzeugwerke). Beim erfolgreichen Aufbau und der Entwicklung des demokratisch und freiheitlich verfassten Gemeinwesens der Bundesrepublik Deutschland engagierten und engagieren sich viele Weinheimer Corpsstudenten. Stellvertretend seien hier genannt: Eberhard von Kuenheim, der frühere Vorsitzende des Vorstandes und des Aufsichtsrates von BMW, Dieter Wellershoff; der kürzlich verstorbenen ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr und Klaus Hänsch (SPD), vormals Präsident des  Europäischen Parlaments.

Mitglieder von Weinheimer Corps können selbstverständlich zum Beispiel der SPD oder anderen Parteien angehören. Sie waren und sind dem Europäischen Parlament, dem deutschen Bundestag, den Landtagen , Kommunalparlamenten angehörig oder Bürgermeister.

Die Weinheimer Corps machen keinerlei religiöse, politische oder sonstige Vorgaben gegenüber ihren Mitgliedern. In der Zeit des Nationalsozialismus waren die Weinheimer Corps verboten.

Die seit fast 200 Jahren bestehenden Weinheimer Corps verstehen sich als Wertegemeinschaft, in der Studenten Erziehung und Bildung erfahren genauso wie Spaß und Geselligkeit. An 16 deutschen Universitäten und Hochschulen sind die Weinheimer Corps vertreten und zählen mehr als 7000 Mitglieder. Nach dem 2. Weltkrieg erstanden sie in dem freien Teil Deutschlands wieder und konnten sich nach dem Ende der DDR auch an den Universitäten und Hochschulen in den  Neuen Bundesländern erfolgreich etablieren.

In der jüngsten Zeit sehen sich die Weinheimer Corps verstärkt als Angriffsziel von undemokratischen, linksextremen Gruppierungen.

Diese Auseinandersetzungen werden leider nicht nur  mit geistigen Waffen geführt. In den vergangenen Wochen wurden Häuser der Weinheimer Corps mit Steinen beworfen, Fensterscheiben eingeschlagen, ja sogar versucht, in die Häuser mit Gewalt einzudringen.

 

Dr. rer.nat. Burkhard Meister, Corps Hannovera Hannover

Vorsitzender des Weinheimer Verbands Alter Corpsstudenten

 

Gehrling, Corps Stauffia Stuttgart

1. Vorortsprecher des Weinheimer Senioren Convents

 

Northeim, den 18. November 2005

 

 

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