![]() |
Alt und Jung gemeinsam
"Bei uns wird niemand vergessen!", so Senior Karsten Schaumann, Student und Leiter des Darmstädter Corps Franconia. „Wir treffen uns regelmäßig oder wir besuchen unsere älteren Mitglieder. Es werden Treffen organisiert, Vorträge, Feste, Examensfeiern, Jubiläen, Bälle, Kongresse. Niemand braucht bei uns einsam zu sein. Wir halten die Verbundenheit für das Natürlichste von der Welt und für eine Selbstverständlichkeit", ergänzt er. Fragt man Corpsstudenten, wieso es den Corps gelingt, dieses Prinzip lebendig zu halten, so sind die häufigsten Antworten: + "Alt und Jung gemeinsam" ist für uns ein gelebtes Prinzip, genau wie Toleranz, Offenheit, demokratisches Verhalten. + Wir sind eine soziale Gemeinschaft und Jung und Alt, unsere Frauen und Kinder gehören dazu. Alle sind integriert.
+ Die Jungen brauchen Vorbilder und Orientierung. Die Alten bieten das. Andererseits brauchen die Alten den Kontakt zur Jugend, sie brauchen ihre Frische und Lebendigkeit. + Die Alten bieten ihre vielfältige Lebenserfahrung, die Jugend bietet die Kraft, jene zu überprüfen, anzupassen oder zu verändern, um ihren Weg in die Zukunft zu meistern. Jung von Alt und Alt von Jung, gegenseitiges Geben und Nehmen, voneinander lernen. + "Der Umgang untereinander ist ein Weg der Offenheit und des gegenseitigen Respekts. Die Achtung vor den Leistungen der heutigen Jugend im Studium und im außer-universitären Engagement einerseits, andererseits die Achtung vor den Leistungen der älteren Generation, sie sind das Fundament unseres Zusammenseins", ergänzt Senior Karsten Schaumann.
+ Hinzu kommen Fröhlichkeit und Spaß bei geselligen Veranstaltungen. "Wer miteinander lacht", so Alter Herr Klapproth (87), "der ist des anderen Freund". + Die Freundschaft zwischen Alt und Jung, sie bindet natürlich auch untereinander. Sie reicht von einem ehrlichen Wort und positiver Kritik bis zum guten Rat in kritischen Situationen. "Doch das findet man sicherlich auch anderswo", so der Senior. "Der Unterschied ist der, daß wir das als Selbstverständlichkeit empfinden. "Das ist eben das Besondere!" |