![]() |
"Weil unsere Corps es verdienen, weiter zu bestehen"
„Ein spannendes Programm, das anstrengend ist, aber auch Spaß macht". Dr. Ulrich Beckendorff Hannoverae Hannover, einer der zwei Moderatoren der „Arbeitstagung zur Zukunft der Corps", hatte nicht zuviel versprochen. An die 120 Teilnehmer diskutierten, arbeiteten und feierten vom 1. bis 3. März 2002 auf der Wachenburg. Ziel war es, die Zukunft der Corps aktiv zu gestalten, die Brisanz der Situation und die Handlungsnotwendigkeit in den Corps herauszustellen. Also nicht: Experten sprechen und stellen vor, Corpsstudenten hören zu, passieren tut wenig. Diesmal war es anders und besser: Alle Teilnehmer erarbeiteten gemeinsam Ergebnisse, fanden sich je nach ihren Interessen zusammen und begründeten schließlich Projektgruppen bei denen selbstverständlich auch Corpsstudenten mitarbeiten sollen, die nicht an der Arbeitstagung teilnehmen konnten.
Ein straffes Programm folgte auf Einführung und Grußworte von KSCV Vorortsprecher Frank Meißner Makariae, Guestphaliae et Suevoborussiae; des VAC-Vorsitzenden Gerhard Daniel Palaiomarchia-Masoviae, Palaiomarchiae EM, des WSC-Vorortsprechers Thomas S. Heglmeier Alemanniae München und des WVAC-Vorsitzenden Dr. Burkhard Meister Hannoverae Hannover.
So wurden am Freitag Geschichte und Gegenwart der Corps erarbeitet, es gab Impuls-Referate, über externe Trends - wie durch Jörg Hackenberg Montaniae Aachen zum „Comeback der Werte" - die uns beinflussen. Abends dann Live-Musik mit Jazz der „von-Zitzewitz-Gruppe" im Fuchsenkeller.
Potentiale und Schwachpunkte der Corps wurden am Samstag gesammelt. Dabei ging es „sehr, sehr aufrichtig zu ", lobte Moderator Axel Buschalla die konzentrierte und vorurteillose Arbeit der Teilnehmer. Erste Priorität bei den Aufgaben wurde der Gewinnung von qualifiziertem Nachwuchs und der Persönlichkeitsentwicklung junger Corpsbrüder gewidmet.
Lösungsorientiert der Sonntag. „Schaffe, net schwätze" würde der Schwabe die Stimmung charakterisieren. Je nach Interesse bildeten sich Projektgruppen. Und es war anders und besser: Nicht mehr das so oft gehörte folgenlose „man müsste, sollte, könnte„, sondern „Wir machen das jetzt, weil unsere Corps es verdienen, weiter zu bestehen". Das ist ein Wort.
Von Michael Schur Cherusciae, Joanneae
|