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Bericht aus dem VAC-VorstandDer VAC-Vorstand, von einigen auch „Vorstand München II" genannt, begann seine Arbeit vor etwas mehr als einem Jahr. In dieser Zeit gab es eine Vielzahl von Sitzungen. So tagte der VAC-Vorstand nicht nur zusammen mit dem Gesamtausschuß, sondern auch gemeinsam mit dem Vorort des KSCV, mit dem Vorstand des WVAC sowie dem Vorort des WSC. Auch wurde ein Gespräch mit Vertretern des AHCC sowie des Coburger Convents geführt. Erfreulicherweise meldeten sich nicht nur die in Gremien wie GA oder den Kommissionen eingebundenen Alten Herren zu Wort, sondern es kamen einige Anregungen und Denkanstöße von den Mitgliedern vieler Corps, auf die im Folgenden – beispielhaft – eingegangen werden soll. In der Vergangenheit sind Strukturen gewachsen, die den Verband unnötig viel Geld kosten. Hier besteht immer noch Handlungsbedarf. Bisher wurden beispielsweise im Einvernehmen mit dem Leiter der Geschäftsstelle in Bad Kösen Maßnahmen zur Umstrukturierung begonnen, die schon kurzfristig zu nicht unerheblichen Einsparungen führen. Kritisiert wurde die Ankündigung des Vorstandes, künftig weniger Geld für Öffentlichkeitsarbeit auszugeben. Gerne verwendet wurde dabei das Schlagwort vom rückwärtsgewandten Vorstand, der lieber Geld für Denkmäler als für Nachwuchswerbung ausgäbe. Wie dem Bericht der Kassenprüfer zu entnehmen ist, war zum Amtsantritt die VAC-Kasse nicht übermäßig gefüllt. Zwar konnten darüberhinaus bestehende Risikoposten zwischenzeitlich geklärt und auch teilweise entschärft werden. Geld für breitangelegte Werbung war und ist jedoch nicht vorhanden. Daher kommt wohl die Frage, weswegen Geld für Denkmäler vorhanden sei. Aufgrund einer Privatinitiative werden derzeit Spenden für eine Wiederherstellung des Bismarckdenkmals gesammelt. Die Verbandskasse bleibt hiervon unberührt. Vom Vorstand befaßt sich der Beisitzer Kahlenberg Franconiae Jena zu Regensburg, der gleichzeitig Denkmalsbeauftragter ist, mit der Angelegenheit. Nach der Maxime „Ohne Vergangenheit keine Zukunft" ist die Investition in Denkmäler gerade kein Armutszeugnis, sondern der Nachweis hoher Identifikation der Corpsstudenten mit ihrer Tradition. Schlüssige Konzepte für eine verbandsweit und breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit sind demgegenüber ohnehin nicht ersichtlich. Die bisherigen Versuche werden als mißglückt angesehen. Nach wie vor hat der VAC-Vorstand die Auffassung, daß es angesichts der Pluralität im Kösener wesentlich auf das Engagement des einzelnen Corpsstudenten zur Erreichung eines guten Ansehens in der Öffentlichkeit ankommt. Schon im SC zu München sind die Ansichten über gelungenes Auftreten nach außen so unterschiedlich, daß die Vorstellungen des einen, vom nächsten sehr schnell als Zumutung empfunden werden. Das gilt für das Farbentragen, Fechten und insbesondere die Trinksitten, die bekanntlich sehr verschieden sind – dazu genügt ein Blick nach Heidelberg und Graz. Nach wie vor ist trotz aller Bemühungen eine schnell erfaßbare und allgemeingültige Definition des Begriffs „Corpsstudent" nicht gefunden worden. Der VAC-Vorstand hält es auch für wenig sinnvoll, den einzelnen Corps das Nachdenken hierüber durch eine verbandsweite Öffentlichkeitsarbeit abzunehmen. Jedes Corps, jeder Alte Herr und insbesondere jeder Inaktive und Aktive ist dafür verantwortlich, ob und wieviel Nachwuchs sein Bund hat und wie er in der Öffentlichkeit auftritt. Damit einher geht eine gewisse Skepsis bezüglich einer gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit mit anderen Verbänden. Von einem engeren Zusammenrücken von Verbänden, etwa unter dem Attribut „pflichtschlagend", hält der Vorstand München nichts. Die Zusammenarbeit mit dem WVAC ist erfreulicherweise im wesentlichen von Sachfragen geprägt, so daß hier ein Bedürfnis nach weiterem Zusammenwachsen der Verbände nicht mehr gegeben ist. Soweit bisher versucht wurde, mit anderen Verbänden ein engeres Verhältnis – ähnlich wie zum WSC/WVAC – herbeizuführen, ist dies nicht sinnvoll. Zwischen Corpsstudenten und den in CC/AHCC organisierten Bündern herrscht keine Feindschaft, zumal es sich um honorige Bünder handelt. Allerdings ist eine gewisse Distanz für das Verhältnis einer wohlwollenden Koexistenz unschädlich und zur Vermeidung von Verwässerungen notwendig. Eine große Lücke im Verband hinterläßt der vor kurzem plötzlich verstorbene Hans-Werner Kaller der Hellas, des Erz. Es gibt wohl keinen Corpsstudenten, der in den letzten Jahrzehnten aktiv war und Kaller nicht kannte. Unermüdlich und streitbar hat er sich zum Zweck des Verbandswohls engagiert und war nahezu allgegenwärtig. Es wird nicht leicht, einen Nachfolger in der Verbändekommission zu finden, der ähnlich wie Kaller mit viel Wissen um andere Verbände und integrativ wirken kann. Wir gedenken seiner in Dankbarkeit und Ehrfurcht. Eines unserer Anliegen ist es, zu beweisen, daß die Arbeit eines VAC-Vorstandes auch von voll Berufstätigen getan werden kann. Wir sind guter Hoffnung, daß uns dieser Nachweis gelingen wird. Schon jetzt fordern wir daher alle Alten Herren auf, sich zu prüfen, ob sie zur Übernahme der Vorstandsarbeit vom Jahr 2008 an in der Lage sind. Für Fragen dazu stehen alle Vorstandsmitglieder selbstverständlich gerne zur Verfügung. Fortsetzung folgt! Kroll Sueviae München |