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Corpsstudenten: „high potentials“ für Managementpositionen?

Fortsetzung von CORPS 2/2005 Vor dem Hintergrund der Tatsache, daß sich die Untersuchungswerte der befragten Unkorporierten im Laufe ihrer beruflichen Karriere denen der Corpsstudenten angleichen, läßt sich nicht davon ausgehen, daß Corpsstudenten stets einen Kompetenzvorsprung haben. Aber zu Berufsbeginn scheinen sie über einen Vorteil zu verfügen. Ein Umstand, der die Gedanken auf die Frage lenkt, ob man dem zukünftigen Arbeitgeber gegenüber seine Corpserfahrung offenbaren sollte. Von Stephan Franz Gellrich Isariae, Austriae In Bezug auf den Auswahlprozeß muß darauf hingewiesen werden, daß Unternehmen heutzutage Lern-, Entwicklungs- und Anpassungsmöglichkeiten eines jungen Mitarbeiters oft bereits sehr früh bewerten müssen, um für Veränderungen des Marktes und der Technologie gewappnet zu sein. Diese Problematik ist dabei insofern seit Mitte der achtziger Jahre ein Thema von zentraler Bedeutung, als es zunehmend seltener wird, daß eine Führungskraft ihre gesamte Karriere in lediglich einem oder zwei Unternehmen absolviert. Heutzutage sind häufigere Arbeitsplatzwechsel an der Tagesordnung, womit sich die Frage stellt, auf welche Weise „high potentials“ identifiziert werden, damit sie – zumindest für die Zeit in der sie zum Unternehmen gehören – einen positiven Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten können. Hierbei verfügt ein Unternehmen über zwei grundlegend verschiedene Möglichkeiten, zukünftige Arbeitnehmer auf ihre Fähigkeiten hin zu überprüfen. Entweder kommen analytische Methoden wie Persönlichkeitsund Intelligenztests zur Anwendung, oder es werden auf Beobachtung basierende Verfahren wie Assessment Center und Bewerbungsgespräche genutzt. In der Praxis ist zu beobachten, daß Unternehmen oft eine Kombination dieser beiden Grundtypen verwenden, um einerseits verschiedenartige Daten über die zu bewertende Person zu erhalten und andererseits, um die Schwächen der jeweils angewandten Methoden durch komplementäre Ansätze auszugleichen. In Bezug auf das hier behandelte Thema ist insbesondere das Bewerbungsgespräch - und hier die Frage „Was haben Sie denn neben dem Studium so gemacht“ - interessant. Diese Frage, die den Einfluß des Umfelds auf die Kompetenzen und das Leistungsvermögen des zu Bewertenden zutage fördern will, birgt jedoch die Schwierigkeit, Erfahrungen und Erlebnisse und ihren Einfluß auf die Persönlichkeit im richtigen und gerechtfertigten Rahmen einschätzen zu müssen. In jedem Falle sollte der Einfluß einer sozialen Gruppe idealerweise von Kundigen bewertet werden, um die Gefahr zu mindern, daß Vorurteile oder Fehlinformationen über den Charakter der Gruppe die Beurteilung des Kandidaten verfälschen. Und wahrscheinlich ist es genau dieser Punkt, der Corpsstudenten davor zurückschrecken läßt, ihre Mitgliedschaft einem Dritten ohne weiteres offenzulegen. Dies ist aber vor dem Hintergrund der oben geschilderten Ergebnisse sicherlich ein Fehler, denn der Kompetenzvorsprung von Corpsstudenten müßte Unternehmen eigentlich interessieren. An dieser Stelle möchte ich auch darauf hinweisen, daß die statistische Auswertung ergeben hat, daß die befragten Corpsstudenten schneller von Unternehmen die Möglichkeit bekamen, Personalverantwortung zu übernehmen: Ein weiterer Aspekt, der bei der Einstellung von Berufsanfängern mit in den Auswahlprozeß des geeigneten Kandidaten einfließen sollte. Auf der Basis meiner Untersuchung wird somit erneut deutlich, wie wichtig die Öffentlichkeitsarbeit der Corpsstudenten ist, nicht zuletzt um den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern. Natürlich habe ich mich im Laufe meiner Arbeit ausgiebig mit soziologisch-politischen Publikationen zum Thema Corps befaßt und die meiner Meinung nach teilweise absurden Schlußfolgerungen geschätzter Forschungskollegen aus deutschen Landen studiert. Während dieser Lektüre drängte sich mir leider immer wieder das Gefühl auf, daß die in Deutschland geleistete Forschung zu Verbindungen von Sachunkenntnis verzerrt ist. Dies bedauere ich sehr, denn das von uns Corpsstudenten gelebte historische Erbe wird dadurch meiner Meinung nach zu Unrecht in den Dreck gezogen. Es ist meiner Meinung nach höchste Zeit, das Verständnis Außenstehender zum Thema Corps substantiell geradezurücken. Denn Corpsstudenten haben nichts zu verbergen und sollten auch heutzutage stolz auf sich und ihre Erlebnisse während der Aktivität sein können.

 

Der Autor kann erreicht werden unter: gellrich@gmail.com nicht um ihn selbst, sondern um einen noch imaginären Schüler ging, dem er dies alles einfach, sicher und didaktisch sinnvoll beizubringen hat. Nach der Mittagspause auf dem Haus der Onoldia, der an dieser Stelle ebenfalls gedankt wird, wurde es etwas spezifischer und jeder hatte die Möglichkeit, seinen eigenen Comment den anderen Teilnehmern vorzustellen und ansatzweise beizubringen. Dabei konnte das soeben Erlernte gleich angewandt werden. Viele nutzten auch die Gelegenheit und tauschten den Korbschläger mit einer Glocke und vice versa. Ein Vortrag der beiden Fechtmeister am Abend über die Entwicklung des studentischen Fechtens mit einigen Vorführungen rundete den Tag ab. Im letzten Teil lernte jeder das korrekte Einbandagieren. Ebenso wurden die Grundzüge des Sekundierens vermittelt und natürlich konnte alles auch gleich praktisch ausprobiert werden. Den Teilnehmern konnte insgesamt in relativ kurzer Zeit ein Höchstmaß an Lernmöglichkeiten geboten werden. Wertvolle Erfahrungen wurden gesammelt, um dem hohen Anspruch an den Consenior gerecht zu werden. Im Namen der Fechtkommission bedanke ich mich bei den Teilnehmern und Fechtmeistern für ihre Disziplin und ihr Interesse an dem Lehrgang und freue mich auf ein Wiedersehen. Peuckert Lusatiae, Thuringiae Jena

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