Image
ImageImage
Image
Image
Abi-MesseLifestyleKarriereUnisGeschichteMagazinIntern
ImageImage
Image
Image
ImageImage
Image
Image
Image
Image

Das neue Haus der Masovia in Potsdam



Das Haus der Masovia an der Kurfürstenstraße 17

Endlich: Nach sieben Semestern auf einer „kleinen Hütte" am Böttcherberg hat Masovia sein viertes eigenes Haus an der Kurfürstenstraße 17 im holländischen Viertel in Potsdam in Besitz genommen.

Die ersten Häuser in diesem Viertel wurden bereits im Jahre 1733 unter Friedrich Wilhelm I. von holländischen Handwerkern erbaut.

Kurfürst Friedrich Wilhelm lernte während seines Studiums an der Universität Leiden das weltoffene Leben und die Wohnkultur am verwandten Hof des Statthalters Friedrich Heinrich in Den Haag kennen. Mit dessen Tochter Luise Henriette von Oranien war er von 1646 an vermählt. Für die Rekultivierung der durch den dreißigjährigen Krieg verwüsteten Mark und die Neugestaltung der Residenzen in Berlin, Potsdam und Oranienburg holte das Kurfürstenpaar holländische Kolonisten, Künstler, Ingenieure, Gartenbauleute und Handwerker nach Brandenburg.

Damit das Viertel angelegt werden konnte, mußten Trockenlegungen erfolgen. Eine Sumpfrinne tangiert das Holländische Viertel im Süden, eine andere durchzieht es im Westen. Für die in diesen Bereichen zu errichtenden Häuser waren angespitzte Holzpfähle in den sumpfigen Boden zu rammen - mitunter 120 Stück für ein Haus - und Roste für die Fundamente zu legen. Die Pfähle wurden per Hand gerammt.

Zwischen 1733 und 1742 entstanden insgesamt 134 Häuser. Unseres liegt am Rande des holländischen Viertels, direkt gegenüber dem ältesten humanistischen Gymnasium Potsdams dem Helmholtzgymnasium und dem Logenhaus, in welchem wir bereits das 171. Stiftungsfest gefeiert haben. In unmittelbarer Umgebung schließt sich die malerische Altstadt und Fußgängerzone mit vielen Bars, kleinen Läden für alles mögliche Nützliche oder Unnütze, Straßencafes und Ähnlichem an. Der Schloßpark Sanssouci mit seinen Bauten, die auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes stehen, laden ebenso zum Flanieren ein, wie die vielen Seen, die die Stadt durchziehen. Sie verleihen Potsdam das Flair einer großzügig angelegten Gartenstadt. Das haben mittlerweile auch viele Menschen von außerhalb gemerkt, und wer es sich leisten kann, wohnt gediegen in Potsdam am Wasser, wo man seine Ruhe hat und ist mit der S-Bahn trotzdem in knapp 30 Minuten im quirligen Zentrum der Bundeshauptstadt Berlin mit ihren grandiosen kulturellen Möglichkeiten und dem Charme einer internationalen Metropole. Auch unser Corpshaus ist mit Straßenbahn und S-Bahn gut an das Verkehrsnetz angebunden.

Das Grundstück unseres Hauses ist mit 309 Quadratmetern nicht besonders groß, doch ist der Garten für Feste immer vollkommen ausreichend. Das Carre ist weitläufig und der Platz über den Garten hinaus ist mit schönen alten Bäumen bewachsen. Dadurch bekommt man von der Straße praktisch nichts mit und kann in netter Biergartenatmosphäre den Sommer geschützt im Freien genießen.

Bei einer Hausgrundfläche von 100 Quadratmetern verteilt sich die Wohnfläche von 266 Quadratmetern über drei Stockwerke.

Im Erdgeschoß befinden sich kleine und große Kneipe sowie sanitäre Einrichtungen und ein Empfangsraum. In der kleinen Kneipe wurde direkt nach dem Einzug im März 2004 ein Biertresen eingebaut, um ein gemütliches Zentrum im Haus zu haben.

Im 1. Obergeschoß wurde ein Paukraum eingerichtet, in welchem aufgrund mangelnder Deckenhöhe Gruben in den Boden eingearbeitet wurden, um Paukhöhe zu bekommen. Mensuren können leider nicht auf dem Hause gefochten werden, aber im gegenüberliegenden Logenhaus ist dies jederzeit möglich. Des Weiteren sind in diesem Geschoß noch das Chargiertenzimmer, zwei Aktivenzimmer und die Küche untergebracht. Kommt man dann ins 2. Obergeschoß, so findet man sich in der Bibliothek wieder, welche an zwei Aktivenzimmer und ein Badezimmer grenzt. Im Dachgeschoß sind noch zwei weitere Aktivenzimmer.

Das Haus wurde vor ungefähr zehn Jahren komplett saniert und ist in einem sehr guten Zustand. Möbliert wurde das Haus hauptsächlich durch Spenden von Inaktiven und Alten Herren, wobei das rustikale Kneipgestühl noch aus der Zeit am Böttcherberg stammt.

Schnell hat sich der aktive CC eingelebt und das Haus mit Leben erfüllt.

Masovia hat in den vergangenen Semestern den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt. Neben den dringenden infrastrukturellen Maßnahmen, wie Erwerb und Einrichtung des Hauses haben wir uns an der Universität Potsdam akkreditiert. Somit werden wir dort von nun an als offizielle Gruppe an der Uni geführt. Dies hat für uns viele Vorteile, beispielsweise ein eigener Schaukasten, den wir für Veranstaltungswerbungen nutzen können, Rederecht auf offiziellen Universitätsveranstaltungen, eigene Räumlichkeiten und ähnliches. Zudem ist es für den uns sehr wohlgesonnenen Rektor eine sehr gute Rückendeckung und Begründung, zu uns zu kommen, da wir jetzt Bestandteil der Universität sind und somit seiner Obhut unterstehen. Nicht zuletzt erachten wir als akademische Verbindung natürlich einen engen Kontakt zu unserer Hochschule als existenziell.

Image
Image
Image
Image