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Traditionelle Tiermedizin meets modernste ForschungDie Tierärztliche Hochschule (TiHo) ist nach der Fakultät in Lyon mit stolzen 226 Jahren die zweit-älteste tiermedizinische Ausbildungsstätte der Welt und in Deutschland die einzige, die den Status einer selbstständigen Hochschule besitzt und mit etwa 250 Studierenden pro Jahr auch die größte. Die TiHo ist räumlich zweigeteilt : Auf dem alten Gelände in Innenstadtnähe am Bishofsholer Damm liegen (noch) die Kliniken und die Institute für MiBi, Physiologie, Anatomie, Tierernährung und Lebensmittel. Bei einem Rundgang über das Gelände erhält der Besucher den Eindruck eines „gemütlichen Bauernhofes“, gespickt mit nostalgischen Hörsälen und modernsten Klinikeinrichtungen. Mitte der Achtziger wurde begonnen, die gesamte Hochschule „ins Grüne“ auszulagern, was nach der Wende 89/90 aufgrund finanzieller Engpäßen eingestellt wurde. Auf dem zweiten Gelände, am „Bünteweg“ finden sich neben dem Verwaltungsgebäude die Paraklinischen Institute wie Pathologie, Pharmakologie, Biochemie, Virologie und Parasitologie. Der Beginn des Neubaus des topmodernen Klinikum I für Pferde und Kleintiere ist für 2005 geplant. Außerdem leistet sich die TiHo noch ein landwirtschaftliches Versuchsgut, wenige Kilometer vor Hannover und eine Außenstelle Epidemiologie mit intensiver Schweine-Bestandsbetreuung in Bakum, Nähe Vechta. Besonders die Rinderklinik, vom Großvater der Rindermedizin, Richard Götze mitbegründet, sowie Pferde und Kleintierklinik genießen ein hohes Ansehen in der Fachwelt.
An der TiHo wird traditionelle, praxisnahe tiermedizinische Ausbildung mit modernster Forschung im veterinärmedizinischen Bereich und in der Grundlagenforschung sowie neusten Erkenntnissen in der Bestandsbetreuung, im Tier- und Verbraucherschutz zusammengeführt : So studieren an der TiHo auch Biologen und Biochemiker und in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule wird ein Graduierten-Kolleg „Zell- und Molekularbiologie“ sowie „Neuro-Science“ angeboten. Internationalen Anschluß erhält die TiHo über Partnerschafts- und Austauschprogramme mit wichtigen Universitäten auf allen Kontinenten.
Im Vergleich zu den anderen vier veterinärmedizinischen Fakultäten konnte sich Hannover traditionell schon immer einer größeren Beliebtheit bei den Studienbewerbern erfreuen. Aktuell wird hier als erstes das Praxissemester zur Verstärkung der klinischen Ausbildung eingeführt. Intensivierung und Spezialisierung sind die Schlagworte, durch die die Studierenden besser auf das Berufsleben vorbereitet werden sollen.
Durch den Status einer eigenen Hochschule ist die studentische Mitbestimmung wesentlich einfacher und direkter : Neben einem eigenen AstA und StuPa entsendet die Studierendenschaft auch Vertreter in den Senat und alle seine Kommissionen.
Link : Tierärztliche Hochschule Ansprechpartner : Michael Krahn (michael.krahn(at)tiho-hannover.de) |