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Hochschulort Dresden

Stadt der Baustellen

In Dresden wurde und wird gebaut. Es gibt noch immer einige Großbaustellen, ganze Plätze werden neu gestaltet. Seit 1990 wurden mehrere Milliarden Euro in die Umgestaltung des Stadtzentrums und die Rekonstruktion alter Gebäude investiert. Und Stück für Stück schält sich das neue Gesicht Dresdens heraus: Eine moderne Stadt mit historischen Glanzlichtern, wie etwa der berühmten Semper-Oper. Der Blick auf die Stadt vom Ufer des Flusses Elbe aus lässt wieder erahnen, was Dresden einmal war: die "Perle des Barock".

 

Zerstörung und Aufbau

Im Zweiten Weltkrieg wurde kaum eine andere Stadt in Deutschland so stark zerstört wie das sächsische Dresden. Bei den schweren Luftangriffen im Februar 1945 starben 35.000 Menschen, die Innenstadt samt ihrem Wahrzeichen, der barocken Frauenkirche, lag in Schutt und Asche. Nach dem Krieg war es vor allem wichtig, mit vollem Elan aufzubauen und schnell wieder genügend Wohnraum zu schaffen. Angesichts dieser Anforderungen musste die Restaurierung historischer Bauten erst einmal zurückgestellt werden, wird aber in neuerer Zeit nach und nach in Angriff genommen: Die sächsische Hauptstadt mit ihren 470.000 Einwohnern putzt sich heraus. Die Frauenkirche, fast 50 Jahre als Schutthaufen ein Mahnmal gegen den Krieg, wird rekonstruiert. Auch die von den Nazis zerstörte jüdische Synagoge entsteht neu für die noch verbliebenen 250 jüdischen Gemeindemitglieder - vor dem Krieg waren es 5000.

 

Neue, alte Universität

Die Universität ist ebenfalls vom Baufieber erfasst worden. Das Campus-Gelände im Süden der Stadt mit seinen alten Back- und Sandsteinhäusern und den Grünflächen dazwischen wurde zu eng. Ein modernes Hörsaalgebäude aus Beton und Stahl ist entstanden, innen mit Graffitis ausgestaltet.

 

Kulturmagnet - damals und heute

Dresden war immer schon Anziehungspunkt für Kulturschaffende und Intellektuelle. Künstler der Romantik, wie der Maler Caspar David Friedrich oder der Komponist Carl Maria von Weber, lebten und arbeiteten hier. Oskar Kokoschka, einer der Hauptvertreter des Expressionismus, lehrte an der Kunstakademie. Die Ausdruckstänzerin Gret Palucca gründete in den 20er-Jahren ihre bekannte Schule und machte Dresden zu einem Zentrum des modernen Tanzes. Studierende, die sich für Kunst und Musik interessieren, kommen auch heute in Dresden auf ihre Kosten. Das Angebot ist vielfältig und reicht von Musikfestspielen bis zum Open-Air-Kinofestival. Und einmal im Jahr groovt die ganze Stadt: Das Dixieland-Festival bringt Dresden voll in Stimmung.

Weitere Informationen zur Stadt Dresden unter www.dresden.de

© 2004 Deutsche Welle


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