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Festakt zur Verleihung der von-Klinggräff-Medaille 2005

Die Preisträger der von-Klinggräff- Medaille wurden in diesem Jahr auf dem Festakt anläßlich der Weinheimtagung ausgezeichnet und auf dem Festakt anläßlich des Kösener Congresses vorgestellt. Dr.-Ing. Thomas Fusch Saxoniae Hannover wurde am 27. Mai 1975 in Basel geboren. Abschluß des Maschinenbaustudiums an der Universität Hannover im Sommersemester 2000 nach neun Semestern mit der Note 1,6. Promotion im Dezember 2004 mit der Gesamtnote „Magna cum laude“. Zweimal Senior, einmal Consenior und zweimal Fuchsmajor. Erhebliches Engagement bei der Nachwuchswerbung. Nils Habbe Hasso-Nassoviae wurde am 14. November 1976 in Herten geboren. Im Frühjahr 2004 Abschluß des Studiums der Humanmedizin an der Philipps-Universität Marburg mit der Gesamtnote „sehr gut“. Zweimal Senior, je einmal Consenior, Subsenior und Fuchsmajor. SC-Senior, Sekundant und Paukarzt. Dr. rer.pol. Martin Heipertz Franco-Guestphaliae wurde am 11. Dezember 1976 in Frankfurt am Main geboren. Studium der Philosophie, Politologie und Wirtschaftswissenschaften am St. Catherine’s College der Oxford University. Abschluß mit dem Bachelor of Arts. Anschließend Studium am Institute of Postgraduate European Studies des Europakollegs in Brügge. Abschluß als Master of Arts in European Economic Studies mit der Note „sehr gut“. Im Frühjahr 2005 Abschluß des Promotionsstudiums an der Universität Köln mit der Note „Magna cum laude“. Aktiv bei Franco-Guestphalia seit dem Jahr 2001. Senior im Sommersemester 2003. Weitreichender Einsatz bei der Nachwuchswerbung und starkes soziales Engagement. Florian Dietrich Hoffmann M.A. Rhenaniae Heidelberg, Teutoniae Gießen, Guestphaliae Halle wurde am 18. Januar 1975 in Ludwigshafen geboren. Abschluß des Studiums der Mittleren und Neueren Geschichte, der Historischen Hilfswissenschaften und der christlichen Archäologie an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg als Magister Artium im Februar 2001 mit der Note „sehr gut“. Seit dem Wintersemester 2001/2002 Doktorand an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Bei allen drei Bündern Versehung der ersten Charge. Außerdem Zweitchargierter, Drittchargierter und Fuchsmajor. Bei Rhenania Herausgeber der Corpszeitung, bei Teutonia Arbeit als Corpsarchivar, bei Guestphalia Erarbeitung der Corpsgeschichte. Dipl.-Ing. Frank M. Jackel Delta wurde am 21. Juni 1976 in Kirchhellen geboren. Abschluß des Studiums der Metallurgie und Werkstofftechnik an der RWTH Aachen im Januar 2004 mit der Gesamtnote „mit Auszeichnung bestanden“. Seit dem 1. März 2004 Promotion am „Institut für Bildsame Formgebung“. Zweimal Senior, Consenior, Kassen- und Gästewart sowie Fuchsmajor. Organisator des „Deltaforums“, einer Vortragsreihe führender Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Wirtschaft, die auf dem Haus der Delta veranstaltet wird. MI

 

Weinheim: Auszüge der Rede von Professor Dr. Ing. Günter Warnecke Hannoverae Hannover

„Zukunft braucht Herkunft. Bildung braucht Ausbildung. Wissen – Verstehen – Können“. So lautete das Leitmotiv der Rede von Professor Dr.-Ing. Günter Warnecke Hannoverae Hannover anläßlich des Festakts auf der Wachenburg. Prof. Warnecke: „Während mit dem Satz „Zukunft braucht Herkunft“ die menschliche Entwicklung in eine Wechselbeziehung von Prägung in der Vergangenheit und Zukunftsorientierung gestellt wird, drückt der Satz „Bildung braucht Ausbildung“ einen grundlegenden Wandel im Verständnis von Bildung aus, das Bildung als Grundwert definiert und Ausbildung als einen zentralen Zukunftsfaktor herausstellt.“ „Zukunft braucht Herkunft“ sei Ausdruck für Spannung und Spannweiten einer evolutionären Kultur, der folgendes logische Prinzip zugrunde liege: „Bildung prägt Kultur – Kultur bildet Werte – Werte fordern Pflichten – Pflichtbewußtsein ist Voraussetzung für Bildung.“ Bildung als kultureller Wert einerseits und als Kernprozeß kultureller Entwicklung andererseits, so Warnecke, markiere Freiheit durch persönliche Verantwortungsfähigkeit und Zukunft als Chance und Risiko. Die Bildung ziele auf die Sinnorientierung als ethische Dimension, auf Erkenntnisorientierung als Wissensdimension sowie auf Zweckorientierung als Gestaltungsdimension und beschreibe damit den geistigen Raum der Kultur. MI

 

Bad Kösen: Auszüge der Rede von Dr. Hans-Ulrich Foertsch Palatia-Guestphaliae

Im Rittersaal der Rudelsburg sprach zur Vorstellung der von- Klinggräff-Preisträger Dr. Hans- Ulrich Foertsch Palatia-Guestphaliae zu „Corps und Kultur am Beispiel J. W. von Goethe als Staatsmann. Perspektive in die Vergangenheit? Anregungen für die Gegenwart? Werte für die Zukunft?“ „Goethe wollte“, so Foertsch, „anders als es damals üblich war, in der Politik andere Prioritäten setzen. Er hatte sich vorgenommen, die Förderung von Handwerk und Bildung, von Handel und Bergbau, Wissenschaft – hier spielte die Universität Jena eine herausragende Rolle – und Kunst, Forstwirtschaft und Wegebau besonders zu befördern. Das war für ihn der sicherste Weg, um die Voraussetzungen für ein erträgliches Arbeitsleben der sogenannten kleinen Leute zu schaffen.“ Bereits Konfuzius habe gleiche Gedanken gehabt. Hans-Ulrich Foertsch: „Konfuzius sah den Kern des Staates in der Familie, das Familienleben als Fundament des Staates; die Familie und außerhalb der Familie die Freundesgemeinschaft, wie unsere Corps sie darstellen können, ist in der Lage die Pflichten, die auch zur Staatserhaltung wichtig sind, zu erlernen und verantwortlich füreinander und damit auch mit Nächstenliebe, zu handeln. Das heißt auch, sich selbst zu beherrschen, sich zurückzunehmen für die Gemeinschaft.“ Foertsch forderte einen neuen Ernst im Umgang mit unseren corpsstudentischen Überlieferungen ein, „der es uns ermöglicht, daß jung und alt mit Überzeugung und Glaubwürdigkeit unsere Prinzipien nach außen vermitteln können.“ MI

 

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