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Informationen zu einzelnen Studiengängen

Architektur:

Das Architekturstudium ist auf die spätere berufliche Tätigkeit ausgerichtet, also auf Planung, Realisierung und Erneuerung von Gebäuden, Siedlungsbereichen und Städten. Dazu gehört auch, deren Umfeld und Ausstattung in die Überlegungen einzubeziehen.

Sie werden sich aber auch mit architektur-theoretischen und kunst- und kulturgeschichtlichen Fragen auseinandersetzen, also im engeren Sinne wissenschaftlich tätig sein. Bei der baulichen Gestaltung der Umwelt muss sich die Architektin oder der Architekt an den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen orientieren. Im Studium wird eine kritisch-analytische Einstellung dazu gefördert, um sich nicht ohne weiteres in die Entwicklung und Veränderung der Wertmaßstäbe einzuordnen.

Insgesamt richtet sich das Architekturstudium auf:

*       die Entwicklung und Schulung von Kreativität, von räumlichem Vorstellungsvermögen, räumlich-plastischem und technisch-konstruktivem Denken und Gestalten,

*       die Bereitschaft, gesellschaftliche Bezüge herzustellen,

*       die Fähigkeit, vielfältige Einflüsse und Bedingungen zu ordnen, zu interpretieren, zu bewerten und zu organisieren.

Das Studium gliedert sich in zwei Teile:

Das Grundstudium dauert in der Regel vier Semester. Hier lernen Sie theoretische und geschichtliche Grundlagen der Architektur, der Gestaltung und Darstellung, der Konstruktion sowie der Planung von Gebäuden und Städten kennen. Im zweiten Studienjahr wenden die Studierenden die erworbenen Kenntnisse erstmals in einem Projekt an. 

Das Hauptstudium ist auf sechs Semester angelegt. Sie wählen fünfzehn Fächer und fünf Studienarbeiten bzw. Entwürfe aus und bestimmen auf diese Weise selbst, in welche Richtung Sie Ihr Wissen vertiefen wollen. Die Studiendauer laut Prüfungsordnung beträgt einschließlich Prüfung zehn Semester, die tatsächliche etwa zwölf Semester.

Die Förderungshöchstdauer nach BAföG beträgt zehn Semester.

 

Elektrotechnik:

 

Zum Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik an der Universität Hannover gehören 9 Institute und 2 Forschungseinrichtungen. Die gesamte Breite der Elektrotechnik von den klassischen Disziplinen bis zur modernen Datenverarbeitung ist hier vertreten. Das Spektrum reicht von der Energieversorgung und der Mechatronik (die gemeinsam mit dem Fachbereich Maschinenbau gelehrt wird) über Hochspannungstechnik und Leistungselektronik bis hin zu Nachrichtenübertragung, Hochfrequenztechnik, Halbleitertechnologie, Mikroelektronik und Technischer Informatik. Als einzige deutsche Universität bietet Hannover den Forschungsschwerpunkt Elektrothermische Prozesstechnik an. Das Studium der Elektrotechnik an der Universität Hannover vermittelt eine breite, wissenschaftlich fundierte Ausbildung, die mit praktischen Fertigkeiten verbunden wird. Im Grundstudium werden umfassende Kenntnisse in den Grundlagen der Elektrotechnik und ihrer benachbarten Fachgebiete sowie in der Informationstechnik und den mathematisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen vermittelt. Im Hauptstudium konzentrieren sich die Studierenden auf einen Bereich aus der Energie-, Automatisierungs- oder Nachrichtentechnik, der Mikroelektronik oder der Technischen Informatik.

Absolventinnen und Absolventen der Elektrotechnik und Informationstechnik arbeiten in Forschungs- und Entwicklungslabors nahezu der gesamten Industrie, bei Energieversorgungs-, Software- oder Dienstleistungsunternehmen, im öffentlichen Dienst, bei technischen Überwachungsvereinen, in Forschungsinstituten und in Bildungseinrichtungen. Ihre Tätigkeiten können in der Energie-, Nachrichten-, Computer-, Automatisierungs- und Verkehrstechnik, im Maschinenbau und in der Medizin liegen. In der Industrie beginnen Jungingenieure häufig im Entwicklungsbereich und werden bereits nach kurzer Zeit mit der Leitung kleinerer Projekte beauftragt. Mit der Ausweitung der Leitungsaufgaben werden neben technischen Kenntnissen zunehmend auch Managementfähigkeiten erforderlich.

 

Informatik:

Die Ausbildung erfolgt in theoretischen und praxisorientierten Grundlagenfächern der Informatik sowie in anwendungsnahen Fächern. Die Studierenden lernen fundiert die Grundlagen von Software und Hardware kennen. Darauf aufbauend kann aus heute so wichtigen Fächern wie Kommunikations- und Internettechniken, Computer Vision, Informationssysteme, Simulation oder Entwurfsautomatisierung gewählt werden. Doch es bleibt nicht nur technisch: Informatikstudierende haben an der Universität Hannover den Vorteil, zwischen verschiedenen auch nichttechnischen Anwendungsfächern wählen zu können. Hierzu gehören u.a. Betriebswirtschaft, Rechtswissenschaften und Biologie. Die Absolventen des Studiengangs sind die interdisziplinären Experten von morgen, die mit Fachwissen aus verschiedenen Gebieten glänzen können.

Die Absolventen des Informatik Studiums finden ihren Arbeitsplatz dort, wo die Informatik eine Rolle spielt, und das ist im Computerzeitalter überall. Die Berufsmöglichkeiten reichen von Maschinenbau und der elektrotechnischen Industrie, über die Kommunikationsindustrie, die Medienwirtschaft, die neu entstehenden Internet-Dienstleister, den Versicherungs- und Bankensektor bis hin zur öffentlichen Verwaltung. Schon jetzt ist ein eklatanter Mangel an Ingenieur- und Informatikabsolventen zu beobachten. Auch traditionell maschinenbau-orientierte Firmen wie z.B. Volkswagen stellen verstärkt Informatiker ein. Die momentane Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem.

Lehramt:

1)      Lehramt an berufsbildenden Schulen 

2)      Lehramt an Gymnasien  

3)      Lehramt für Sonderpädagogik

 

Zu 1)

Berufliche Fachrichtung

Bautechnik

Elektrotechnik

Farbtechnik und Raumgestaltung

Holztechnik

Lebensmittelwissenschaft

Metalltechnik

Textil- und BekleidungstechnikFach

Biologie

Chemie

Deutsch

Englisch *)

Evangelische Religion

Katholische Religion

Mathematik

Physik

Politik

Sonderpädagogik

Sport

Werte und Normen

 

 

 

 

 

Zu wählen sind eine berufliche Fachrichtung und ein Unterrichtsfach.

 

Zu 2)

 

Fächerkombinationen

Für den Studienabschluss Lehramt an Gymnasien müssen zwei Unterrichtsfächer miteinander kombiniert werden.

Zulässige Fächerkombinationen gemäß § 31 PVO-Lehr I vom 15.04.1998 sind:

1. oder 2. Fach

Deutsch

Mathematik

Englisch

Musik **)

Deutsch

 

X

X

X

Mathematik

X

 

X

X

Englisch

X

X

 

X

Musik **)

X

X

X

 

Chemie*)

X

X

X

X

Darstellendes Spiel***)

X

 

X

X

Erdkunde

X

X

X

X

Geschichte

X

X

X

X

Physik*)

X

X

X

X

Philosophie

X

X

X

X

Politik

X

X

X

X

Religion Ev.

 

 

 

X

Religion Kath.

X

X

X

X

Sport

X

X

X

X

  

  

*) Als Ausnahmeregelung lässt die Prüfungsordnung zu, dass zwei der Fächer Chemie und Physik miteinander kombiniert werden.

**) Bei der Wahl des Faches Musik sind die von der Hochschule für Musik und Theater, Emmichplatz 1, 30175 Hannover, vorgegebenen Auflagen (Zusatzprüfungen, Fristen) zu beachten. Sie sind einem gesonderten Merkblatt zu entnehmen, das dort angefordert werden kann.

***) Zur Teilnahme an der vorgeschriebenen Zugangsprüfung ist bis April des Jahres ein formloser Antrag zu richten an die Hochschule für Bildende Künste (HBK), Joh.-Selenka-Platz 1, 38118 Braunschweig, Tel.: 0531/391-9127, Fax: 0531/391-9259. Zulassung und Immatrikulation erfolgen an der HBK.

 

Zu 3)

 

Zulässige Fächerkombinationen 

gemäß § 40 PVO-Lehr I vom 15. April 1998 


 

Fächerkombinationen


 

Sonderpädagogische
Fachrichtungen

Pädagogik bei

Beeinträchtigungen ...

 

 

Unterrichtsfächer

Fachwissenschaft

und Fachdidaktik

in einem Langfach (LF)

oder zwei Kurzfächern (KF)

... des schulischen

Lernens

 

X

X

Deutsch

Sport

Mathematik

Chemie

Sachuntericht

Erdkunde

Biologie

Geschichte

Englisch

Gest. Werken (nur KF)

Ev. Religion

Physik

Kath. Religion

Politik

Kunst

Textiles Gestalten (nur KF)

Musik*)

Werte u. Normen (nur LF)

Bei Fächern ohne Angabe LF

oder KF ist sowohl die Kurzfach-

als auch die Langfachwahl möglich.

... des Verhaltens

X

 

X

... der Sprache und des

Sprechens

X

X

  

Anmerkung zur Fächerwahl

Es müssen eine erste und eine zweite sonderpädagogische Fachrichtung gewählt werden. Außerdem muss entweder ein Unterrichtsfach (als Langfach) gewählt werden, oder es müssen zwei Unterrichtsfächer (jeweils als Kurzfach) gewählt werden.


 

*)  Bei der Wahl des Faches Musik ist unbedingt das gesonderte Merkblatt der
     Hochschule für Musik und Theater zu beachten. Es kann angefordert werden beim
     Immatrikulationsamt oder beim Lehrgebiet Musik des
     Fachbereichs Erziehungswissenschaften der Universität Hannover.



 

Maschinenbau:

 

Der Studiengang Maschinenbau verfügt an der Universität Hannover über eine lange Tradition. Heute umfasst der Fachbereich 17 Institute und 5 interdisziplinäre Forschungszentren, deren Aktivitäten sich von der ingenieurwissenschaftlichen Grundlagenforschung über anwendungsorientierte Projekte bis hin zu Entwicklungsaufgaben in direkter Kooperation mit der Industrie erstrecken. Wichtige Forschungsschwerpunkte liegen in der Produktions- und der Werkstofftechnik, der Energie- und der Verfahrenstechnik und in der Mechatronik. Zahlreiche interessante Projekte werden in den weiteren Forschungseinrichtungen des Fachbereiches bearbeitet:

*       am Unterwassertechnikum (UWTH) werden automatisierte Fertigungsverfahren unter Wasser entwickelt;

*       das Laserzentrum Hannover (LZH) erstellt Laserapplikationen für die Industrie;

*       das Zentrum für Biomedizintechnik (ZBM) arbeitet in enger Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover unter anderem an Implantaten wie z.B. künstliche Hüftgelenke;

*       im Mechatronik Zentrum Hannover (MZH) wird beispielsweise der Einsatz mobiler Serviceroboter untersucht;

*       das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH), dient als Forschungszentrum für modernste Produktionstechnik unter anderem dem Technologietransfer aus der Universität in die Industrie.

Der Fachbereich zeichnet sich schließlich auch dadurch aus, dass er an zahlreichen renommierten nationalen und internationalen Forschungsprojekten beteiligt ist. Studierende wirken an aktuellen Forschungen im Rahmen ihrer Projektarbeiten mit. Daneben bietet die Arbeit als wissenschaftliche Hilfskraft in den Instituten des Fachbereichs interessante Chancen, bereits während des Studiums vertieften Einblick in die Ingenieurforschung zu gewinnen und dabei ein bisschen Geld zu verdienen.

Im Grundstudium erarbeiten sich die Studierenden eine breite und fundierte Basis in den Bereichen Mathematik, Messtechnik, Informatik, Mechanik, Thermodynamik, Maschinenelemente und Werkstoffkunde. 

Im Vertiefungsstudium entscheiden sich die Studierenden im Diplomstudiengang für zwei der folgenden sogenannten Vertiefungsmodule.

Die Studierenden im Bachelor- und Masterstudiengang wählen je ein Vertiefungsmodul.

*       Technologie der Fertigungsverfahren

*       Maschinen, Systeme und Automatisierung in der Produktionstechnik

*       Produkt-Engineering und Logistik

*       Biomedizintechnik

*       Energieprozesse

*       Komponenten der Energietechnik

*       Energieversorgungssysteme

*       Verfahrenstechnik

*       Bewegungstechnik und Robotik

*       Mikromechatronik

*       Fahrzeugsysteme

*       Mechanik und Konstruktion

*       Angewandte Informationstechnik

Neuer Studiengang Wirtschaftsingenieur

Der Fachbereich Maschinenbau bietet zusammen mit den Fachbereichen Elektrotechnik/Informationstechnik und Wirtschaftswissenschaften das Studium des Wirtschaftsingenieurs an. Dieses interdisziplinäre Modell ist in Niedersachsen einmalig. Nähere Details dazu finden Sie in einer entsprechenden Studieninformationsbroschüre, die sie im Studiendekanat Maschinenbau, am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, beim I-Amt und bei der ZSB erhalten können.

Tätigkeitsfelder von Maschinenbauingenieurinnen und -ingenieuren sind in der Regel unabhängig von der Art des Wirtschaftszweiges und der Form des Unternehmens. Sie umfassen die Bereiche Forschung, Entwicklung, Versuch, Konstruktion, Projektierung, Fertigungsplanung und -überwachung und Vertrieb. Weitere Tätigkeitsfelder finden sich in der Montage, im Kundendienst, im Patentwesen, in der Normung, im Kontroll- und im Sicherheitswesen. Interessante Aufgaben bieten sich auch in Unternehmensberatungen, Software-Firmen, Prüfstellen, öffentlichen Verkehrs- und Versorgungsbetrieben sowie in Bereichen der Telekommunikation.

Der Maschinenbau ist nach wie vor der größte und umsatzstärkste Industriebereich Deutschlands. Die Zahl der beschäftigten Maschinenbauingenieurinnen und -ingenieure steigt kontinuierlich an und die Nachfrage nach Absolventen ist zurzeit sehr hoch. War die Zahl der Studienanfänger/-innen in den letzten Jahren noch durchweg gering, beginnt sie wieder deutlich zu steigen. Dennoch zeichnet sich schon für die nahe Zukunft ein Mangel an Nachwuchskräften ab.

 

 

 

Rechtswissenschaften:

 

Die Ausbildung zum Juristen erfolgt derzeit in einem etwa vierjährigen Studium und einem anschließenden berufspraktischen Referendariat. Neben den traditionellen Lehrgebieten des Zivilrechts, Strafrechts und Staats- und Verwaltungsrechts sucht sich jeder Studierende im Verlauf des Studiums ein Spezialfach. Die Universität Hannover bietet folgende Schwerpunktbereiche an: 

  1. Rechtsentstehung und Rechtsverwirklichung
  2. Arbeit, Unternehmen, Soziales
  3. Europäische Binnenmärkte
  4. Strafverfolgung und Strafverteidigung
  5. Recht der internationalen Integration und Rechtsdurchsetzung
  6. Wirtschaftsverwaltungsrecht und Infrastrukturverwaltung

Es besteht die Möglichkeit, an einem in das Studium integrierten Magisterstudiengang mit obligatorischem Auslandsaufenthalt teilzunehmen. Wird dem Grundstudium das dreisemestrige Ergänzungsstudium "Europäische Rechtspraxis" angeschlossen, besteht die Möglichkeit, den Titel "Magister Legum Europae (MLE)" zu erwerben. Gemeinsam mit den erworbenen Fremdsprachenkenntnissen erleichtert diese Zusatzqualifikation den Einstieg in den internationalen Arbeitsmarkt. Die Kooperation findet mit 30 europäischen Universitäten - von Island bis Malta - statt.

An die in- und ausländischen Absolventen des ersten berufsqualifizierenden rechtswissenschaftlichen Abschlusses wendet sich der 1999 am Fachbereich neu geschaffene Ergänzungsstudiengang Rechtsinformatik (=European Legal Informatics Study Programme (EULISP )). Sein Ziel ist die Vermittlung besonderer beruflicher Qualifikation im Bereich der Rechtsinformatik durch Lehrveranstaltungen zu den Voraussetzungen, Anwendungen und Auswirkungen der Informationstechnologie im Rechtssystem. Die ein Jahr umfassende Zusatzausbildung beinhaltet einen mindestens dreimonatigen Studienaufenthalt an einer der zehn europäischen Partneruniversitäten und wird mit dem Erwerb des "Master of Law (Rechtsinformatik)" (= L.L.M.) abgeschlossen.

An das 1. Juristische Staatsexamen schließt sich meist das zweijährige Referendariat an, in dem die Referendare bereits ein Gehalt beziehen und eine Vielzahl juristischer Berufe kennen lernen können, so dass sie einen Überblick über mögliche Arbeitsfelder bekommen. Wer das 2. Juristische Staatsexamen abgelegt hat, kann jeden juristischen Beruf - teilweise auch im europäischen Ausland - ausüben. Der Beruf des Juristen ist gleichermaßen ein Männer - wie ein Frauenberuf; dementsprechend ist das Verhältnis von Studentinnen und Studenten ausgeglichen.

Die Ausbildung von Juristinnen und Juristen an der Universität Hannover eröffnet ein breites Berufsspektrum: bekannt sind die klassischen Juristenberufe Richter, Staatsanwalt und Rechtsanwalt. Dazu kommen Juristen, die in der öffentlichen Verwaltung - von den Ministerien bis zu Gemeinden oder Sozialversicherungen - tätig sind. Noch vielfältigere Einsatzmöglichkeiten finden Juristen im Bereich der privaten Wirtschaft beispielsweise in einer Rechtsabteilung oder im Personalmanagement. Der Vorteil dieser extremen Spannbreite an Berufsbildern ist, dass der ausgebildete Jurist flexibel auf den Arbeitsmarkt reagieren kann.

Treffen Sie ihre Entscheidung für ein Jura-Studium nicht leichtfertig. Bedenken Sie die jeweilige Lage am Arbeitsmarkt und Ihre eigenen Talente. Wichtiger als beides ist jedoch Ihr Engagement in der Sache und Ihre Bereitschaft zur Arbeit.

 

Sozialwissenschaften:

 

In dem viersemestrigen Grundstudium befassen Sie sich vor allem mit den sozialwissenschaftlichen Grundlagen - politischen, sozialpsychologischen und soziologischen Theorien im Spannungsfeld von Individuum, Institutionen und Gesellschaft, aber auch mit grundlegenden Methoden und Arbeitstechniken. Sie lernen, wie sich Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen entwickelt haben und wie das politische System der Bundesrepublik Deutschland aufgebaut ist. Es geht um internationale Beziehungen, europäische Integration, die gesellschaftlichen und politischen Systeme anderer Länder und Sozialpsychologie in ihren Grundzügen.

Außerdem erwerben Sie sozialwissenschaftliche Grundqualifikationen in den Bereichen:

*       Methoden der empirischen Sozialforschung

*       Statistische Darstellungs- und Analysemethoden

Zusätzlich müssen Sie Studienleistungen in einem der beiden Wahlpflichtfächer Rechtswissenschaften oder Wirtschaftswissenschaften erbringen.

Im fünfsemestrigen Hauptstudium sollten Sie eigene Schwerpunkte setzten und Ihre Kenntnisse in einigen der folgenden Studienbereiche vertiefen:

*       Produktion und Arbeit

*       Sozialstruktur und soziale Bewegungen

*       Sozialisation, Kommunikation und Kultur

*       Bildung, Erziehung, Qualifikation

*       Politische Willensbildung und politisches System

*       Internationale Beziehungen sowie gesellschaftliche und politische Systeme anderer Länder, Kulturvergleich

*       Gesellschaftstheorie, Theoriegeschichte, Wissenschaftstheorie

*       Probleme und Methoden sozialwissenschaftlicher Erfahrungsbildung

Struktur und Schwerpunkte des Lehrangebots werden zurzeit überarbeitet.

Für Sozialwissenschaftler/-innen ergeben sich Berufsmöglichkeiten in unterschiedlichsten Bereichen, beispielsweise in Lehre und Forschung, aber auch in der Industrie, bei Verbänden und Parteien, in der Umfrageforschung und bei beratenden Institutionen, im Medienbereich und in der öffentlichen Verwaltung. Es ist jedoch typisch für sozialwissenschaftliche Abschlüsse, dass sich ihnen nicht - wie zum Beispiel bei einem Jura- oder Lehramtsstudium - klare Berufsfelder zuordnen lassen. Studierenden wird daher eine hohe Eigenverantwortung für ihre berufliche Qualifizierung im Rahmen der Schwerpunktsbildung ihres Studiums abverlangt. Fachbereich und Universität unterstützen Sie dabei durch ein Berufspraxisprojekt und das Programm "Mit Leibniz zu Bahlsen". Angehende Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler können über diese Angebote bereits während des Studiums Erfahrungen in verschiedenen Berufsfeldern sammeln und erste Kontakte knüpfen.

Wirtschaftswissenschaften:

 

Um die traditionelle und oft kritisierte Trennung von Volks- und Betriebswirtschaftslehre zu überwinden, bietet die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Hannover einen Studiengang an, der einzel- und gesamtwirtschaftliche Perspektiven integriert und mit dem Titel Diplom-Ökonomin bzw. Diplom-Ökonom abschließt. Die Fakultät umfasst 22 Lehrstühle und bietet damit ein vielfältiges Angebot in Forschung und Lehre. Diplom-Ökonominnen und Diplom-Ökonomen sollen nach ihrem Studium in der Lage sein, komplexe ökonomische Zusammenhänge zu analysieren und zu verbinden.

Das Studienangebot der Wirtschaftswissenschaften ist breit gestreut. Im Grundstudium wird ein fundiertes Basiswissen erworben. Darauf aufbauend ist es im Hauptstudium möglich, eine Fächerauswahl zu treffen, die den eigenen Interessen am besten entspricht. Betriebs- und volksswirtschaftliche Fächer können kombiniert werden; ebenso ist jedoch eine Spezialisierung möglich.

Als Fächer werden beispielsweise Wirtschaftspolitik, Öffentliche Finanzen, Unternehmensführung und Organisation, Personal und Arbeit, Versicherungsbetriebslehre, Produktionswirtschaft, Marketing, Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung, Non Profit Management und Wirtschaftsinformatik angeboten. Es kann auch ein Fach aus einer anderen Fakultät der Universität gewählt werden, womit die Interdisziplinarität des Studiums unterstützt wird. Das Fächerangebot und die Spezialisierungsmöglichkeiten werden entsprechend den Anforderungen des Arbeitsmarktes ständig weiterentwickelt. Nähere Informationen über die Pflicht- und Wahlbestandteile des Studiums finden Sie in der Beschreibung des Studienablaufs.

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät unterhält intensive Kooperationskontakte mit anderen Fakultäten/Fachbereichen der Universität Hannover und weiteren Universitäten. Auch internationale Beziehungen wurden geknüpft. Verschiedene Lehrstühle pflegen Beziehungen zu ausländischen Universitäten. Die Fakultät hat studentische Austauschprogramme mit Hochschulen in Alcalá de Henares, Antwerpen, Bristol, Dublin, Grenoble, Lappeenranta, Maastricht, Namur, Poznan, Rouen, Sevilla, Sofia, Trento und Zaragoza. Innerhalb und außerhalb Europas baut die Fakultät ihre internationalen Kontakte ständig weiter aus.

Das Kreditpunktesystem ermöglicht eine weitreichende Anrechnung von an anderen in- und ausländischen Universitäten erbrachten Prüfungsleitungen.

Die Berufsmöglichkeiten von Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Wirtschaftswissenschaften sind sehr vielfältig. Sie arbeiten in verschiedenen Funktionen bei gewerblichen Unternehmen sowie Beratungsgesellschaften, in öffentlichen Unternehmen, Verwaltungen, Instituten und in nationalen und internationalen Verbänden.

 

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