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Dipl.-Ing. Christian Voss Vitruviae, Anna Gehring, Anna Roth und Dr.-Ing. Hans-Jörg Vögel Vitruviae (v.l.n.r.)

von Richard Schweizer Vitruviae (Text und Foto)

 

Zum zweiten Mal wurde am 22. Oktober 2001 das Z Vitruvius-Stipendium des Philistervereins des Corps Vitruvia zu München vergeben. In diesem Jahr erhielt die 19 Jahe alte Anna Lena Roth aus Bad Sachsa den Preis, der die Finanzierung eines Wohnheimplatzes im Wohnheim des Wohnheimvereins Vitruvia e.V. umfasst.

 

Alle zwei Jahre jeweils zum Wintersemester wird dieses Stipendium gewährt, das in Erinnerung an den Namenspatron des Corps ins Leben gerufen wurde. Vitruvius war ein römischer Architekt und Ingenieur, der sich auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst war und sich stark sozial engagierte. Dieses Engagement berücksichtigten auch die Studenten der polytechnischen Schule in ihrer Satzung, als sie 1863 das Corps Vitruvia gründeten. In den ersten beiden Sätzen der Konstitution verpflichten sich die Studenten auf freiheitliche moralische Werte. „Dazu gehören Toleranz gegenüber anderen genauso wie politische, religiöse und wissenschaftliche Freiheit", sagte DrAng. Hans-Jörg Vögel bei seiner Festansprache. Diese Werte möchten die Angehörigen des Corps auch in die Gesellschaft hinaustragen, deshalb habe der Philisterverein des Corps das Stipendium ins Leben gerufen. Zur Entscheidung über die Stipendienvergabe werden die schulischen Leistungen im Abitur als Kriterium genauso herangezogen, wie auch gesellschaftliches, soziales oder kulturelles Engagement.

 

Anna Lena Roth war während ihrer Schulzeit in der Schülerverbindung Absolvia Bad Sachsa aktiv. Außerdem war sie bei der Organisation von Klassenfahrten beteiligt und kümmerte sich tatkräftig um jüngere Mitschüler.

Ausschlaggebend für das Stipendium sei jedoch gewesen, dass sich Anna Lena stets den Wahlspruch ihrer Schülerverbindung „Treu um Treue" zu Herzen nahm. Nun will die Stipendiatin in München Lehramt Deutsch und Geschichte für das Lehramt studieren. „Ich hoffe, ich werde die positiven Meinungen über mich nicht enttäuschen", sagte sie.

 

Beim Festakt richtete auch die ehemalige Stipendiatin Anna Gehrig ein paar Worte an die Studienanfängerin. Sie habe eine schöne Zeit während der zwei Jahre ihres Stipendiums in München erlebt. Die Corpsstudenten hätten ihr geholfen, sich einzuleben. Auch die Abende auf dem Corpshaus blieben der Ehemaligen in guter Erinnerung. Die Partys ließen sie den Studienstress vergessen. „Vor allem durch die ganz großen Veranstaltungen, wie Cocktailparty oder MSC-Ball, habe ich ein anderes festlicheres München kennen gelernt, das man unter Studenten sonst so nicht kennt", sagte Anna Gehrig.

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