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Freiberg in SachsenSachsens älteste und bedeutendste Bergstadt verdankt ihre Entstehung dem Silberbergbau, der über 800 Jahre hinweg die wechselvolle Geschichte dieser Stadt am „freyen Berge“ bestimmte. Hier am Fuße des Erzgebirges in unmittelbarer Nachbarschaft zur einstigen Residenz und heutigen Landeshauptstadt Dresden lag einst das mittelalterliche Wirtschaftzentrum der wettinischen Landesherren. Wer Freiberg heute besucht, wird dieser bedeutungsvollen Vergangenheit vielfach begegnen. Hier atmet noch alles Geschichte. Bürgerhäuser aus dem 16./17. Jahrhundert prägen das Stadtbild, dessen architektonisches Zentrum der Obermarkt ist. Mit seiner geschlossenen und vollständig restaurierten Bebauung gehört er zu den schönsten Marktplätzen in Deutschland. Auch andere historische Bauten wie spätgotische Patrizierhäuser, das Rathaus und der Freiberger Dom mit der berühmten Silbermannorgel verleihen der Stadt ihre besondere Atmosphäre. Zum kulturellen Angebot Freibergs gehört aber vor allem das nach 1991 nach umfangreicher Rekonstruktion wiedereröffnete Theater – ein Kleinod in der sächsischen Theaterlandschaft. 800 Jahre Bergbau haben der Stadt und dem Land jedoch nicht nur Reichtum und Wohlstand gebracht, sondern haben auch ganz wesentlich die Wissenschaft gefördert. Schon 1765 wurde hier auf Anregung des Generalbergkomissars von Heynitz die bekannte Bergakademie gegründet- seinerzeit die erste montanwissenschaftliche Hochschule der Welt. Ihr Ruf zog viele bedeutende Persönlichkeiten nach Freiberg. Noch heute verfügt die Bergakademie über ein eigenständiges Ausbildungsprofil und mit dem Status einer Technischen Universität ausgestattet, gehört sie zu den bedeutendsten Hochschulen des Landes (www.tu-freiberg.de). Auch Freibergs Umgebung ist in weiten Bereichen vom historischen Bergbau geprägt. Bewaldete Bergbauhalden, Stollnmundlöcher und Huthäuser, bergbauliche Teichanlagen und Grabensysteme – all das stellt sich dem aufmerksamen Besucher als riesiges Freilichtmuseum dar. Jahrhunderte harter bergbaulicher Arbeit haben hier eine eigenständige Kulturlandschaft geschaffen. Im Osten der Stadt erstrecken sich die Haldenzüge des Lehr- und Besucherbergwerks „Reiche Zeche“. Hier, wo bis 1969 noch Bergbau umging, werden unter anderem Studenten der Universität ausgebildet. In unmittelbarer Nachbarschaft zur „Reichen Zeche“ befindet sich die Grube „Alte Elisabeth“. Ihre übertägigen Anlagen sind ein Kleinod der Technikgeschichte. Freiberg liegt mitten im Herzen des Freistaates Sachsen, somit sind Orte wie Dresden, Meißen, Seiffen und die Sächsische Schweiz in kurzer Zeit zu erreichen. Kultur- und Technikgeschichte, liebenswertes Flair einer mittelalterlichen Stadt – all das ist Freiberg – ein Ort wo man sich wohlfühlt. |