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Von Thomas S. Heglmeier Alemanmae München
Das Austauschpropramm mit TKE (Tau-Kappa-Epsilon), der größten amerikanischen Fraternity, die so namhafte Mitglieder, wie den ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan, hat, wurde auch 2001 duch den Vorort Clausthal und den Vorort München belebt. Gerne folgten der vormalige 1.Vorortsprecher Gunnar Koppetsch, Borussiae und der jetzige 1. Vorortsprecher Thomas S. Heglmeier, Alemanniae dem Ruf nach New Orleans zur 51st Biennal Conclave der Fraternity vom 3. bis 5. August 2001. Die Veranstaltung, die wohl einen ähnlichen Stellenwert hat, wie die Weinheimtagung, oder der oKC, wurde im Faimont-Hotel, New Orleans, abgehalten, in dem auch alle Tagungsteilnehmer untergebracht waren.
Nach der Ankunft in New Orleans stand für die beiden Vorortsprecher zunächst eine River boat-Fahrt mit den TKE-„Aktiven", den sogenannten TeKEs, auf dem Programm. Diese wurde mit einem der alten Schaufelraddampfer, die man aus einschlägigen Filmen, oder Songs kennt, durchgeführt. Bei der Fahrt auf dem Mississippi, die direkt in den Sonnenuntergang führte, spürte jeder die melancholische Größe des alten Südens mehr als irgendwo anders in dieser schönen Gegend. Auch das charakteristische Hupen des „Steamers" wird wohl jedem, der es schon einmal gehört hat, unvergessen bleiben, besonders, wenn die Skyline von New Orleans als Echowand dient. Wieder auf festem Boden zurück, hatte man schon einige Bekanntschaften mit TeKEs geschlossen und freute sich auf eine schöne Individualabendgestaltung, wobei auch die Partymeile „Bourbon Street" nicht ausgelassen wurde, die auch an den darauffolgenden Abend als Dreh- und Angelpunkt des Nachtlebens fungierte.
Höhepunkt der Conclave war das „Grand Inaugural Banquet". Bei dieser Veranstaltung gibt es ein Präsidium (Grand Council), ähnlich wie bei einem Kommers, nur mit dem Unterschied, daß sich dieses aus insgesamt acht Alten Herren (Alumnis) zusammensetzt. Oberster Vorsitzender ist der Grand Prytanis. Das Zeremoniell der Veranstaltung ist sehr feierlich gehalten und in gewisser Weise mit einem Kommers vergleichbar, wobei allerdings ein Essen in die Veranstaltung eingebettet ist. Interessant ist auch das „Crowning of the 2001 TKE Sweethart". Hier wurde ein besonders hübsches Mädchen, das sich für die TKE-Belange eingesetzt hat, ausgezeichnet. Eine Zeremonie, die von starken Gefühlsausbrüchen dieser jungen Dame begleitet war und offenbar eine ganz besondere Auszeichnung für die Auserwählte darstellt.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden sogenannte Top-TeKEs ausgezeichnet, die besonderen Einsatz in Studium und Verbindungschapter gezeigt haben. Darüberhinaus wurden auch Chapters ausgezeichnet, die sich besonders hervorgetan haben, sei es durch Nachwuchswerbung oder allgemein durch einen hervorragenden Einsatz.
In jedem Fall war es die - wenngleich auch leider viel zu kurze - Reise mehr als wert. Wir konnten beide nicht nur wertvolle Informationen über TKE gewinnen, sondern auch Kontakte mit jungen und alten Mitgliedern der Fraternity schließen. Gerade dieses über-den-(Verbindungs-)Tellerrand-schauen, sollte vor allem in der heutigen Zeit der Globalisierung angestrengt werden. Als uns die Nachricht vom 1. Weltkorporationstag in Würzburg erreichte, war daher unsere erste Frage, ob TKE schon eingeladen wurde, was natürlich sofort positiv beschieden wurde. Es freut mich daher, nicht nur zur Weinheimtagung, sondern auch in Würzburg etliche TKE-Vertreter treffen zu können. |