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Technische Universität Darmstadt



Das alte Hauptgebäude

Die TU Darmstadt – im südlichen Rhein-Main-Gebiet, einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas, gelegen – ist unter den fünf Universitäten des Landes Hessen die einzige Technische Universität. Lehre und Forschung sind geprägt von Interdisziplinarität und Internationalität. Den viel zitierten "Elfenbeinturm" wird man an der TU Darmstadt vergeblich suchen. Von jeher ist die hier betriebene Lehre und Forschung schwerpunktmäßig den "Realien" verschrieben, also den Natur-, Technik- und Ingenieurwissenschaften. In diesen Bereichen ist die enge Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg: Im Studium beschäftigen sich die Studierenden in ihren Studien- und Diplomarbeiten mit konkreten Fragestellungen der Praxis, die ihnen später beim Übergang in den Beruf den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern. Forschungsprojekte an der TU Darmstadt werden zu einem guten Teil von Unternehmen und Betrieben initiiert und finanziert. Nicht zu vergessen der kontinuierliche "Transfer" zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, der nicht nur über die Berufung ausgewiesener Fachleute auf Professuren der TU Darmstadt stattfindet, sondern auch durch das Engagement der Universität in der Fort- und Weiterbildung der Führungskräfte in Wirtschaft und Verwaltung. Zum Fächerspektrum der TU Darmstadt gehören neben den Natur- und Ingenieurwissenschaften ganz selbstverständlich die Geistes- und Sozialwissenschaften – deshalb auch die Umbenennung in Technische Universität Darmstadt im Herbst 1997. Diese Fächer tragen zur Lehrerausbildung für die Lehrämter an Gymnasien und Beruflichen Schulen bei und machen den "Wirtschaftsingenieur made in Darmstadt" zum attraktiven Studienangebot. Die Kombination von technik- und wirtschaftswissenschaftlichen Studieninhalten, ergänzt um Fremdsprachen und Auslandsaufenthalte, bietet den Absolventen hervorragende Chancen auf dem längst international gewordenen Arbeitsmarkt. Mit dem Aufbau von Bachelor- und Masterstudiengängen, die diese Elemente aufgreifen, profiliert sich die TU Darmstadt auch im internationalen Vergleich. In den diversen Evaluationsverfahren und Rankings (z.B. Start) der letzten Jahre rangiert die TU Darmstadt immer unter den besten Technischen Universitäten Deutschlands. Übrigens: die TU Darmstadt ist die bisher einzige hessische Universität, die eine Grundordnung verabschiedet hat.


Forschung



Synthese von Festkörpern in einem Hochtemperaturofen bis zu 1600°C

Forschung ist – neben der Lehre – konstitutives Element der deutschen Universität. In der TU Darmstadt findet sie schwerpunktmäßig statt in ihren mehr als 200 Instituten und Fachgebieten, in den – interdisziplinär angelegten – Zentren für Wissenschaftliches Rechnen und für Interdisziplinäre Technikforschung, in ihren – von der Deutschen Forschungsgemeinschaft begutachteten und finanziell unterstützten – Sonderforschungsbereichen und Graduiertenkollegs, von denen es an der TU Darmstadt je sieben gibt. Die – von den Hochschulen geprägte – "wissenschaftliche Infrastruktur" hat eine ganze Reihe nationaler wie internationaler Forschungseinrichtungen in die Wissenschaftsstadt Darmstadt geholt, die ihrerseits auf vielfältige Weise mit der TU Darmstadt kooperieren. So zum Beispiel das Deutsche Kunststoffinstitut, das Technologiezentrum Darmstadt der Deutschen Telekom, die Gesellschaft für Schwerionenforschung in Wixhausen, das GMD-Forschungszentrum für Informationstechnik GmbH, das European Space Operation Center (ESOC), die Europäische Organisation für Wettersatelliten EUMETSAT und die Fraunhofer Institute für Graphische Datenverarbeitung und für Betriebsfestigkeit. Die Kooperation mit den Hochschuleinrichtungen reicht dabei von gemeinsamen Forschungsprojekten bis zur personellen Verschränkung zum Beispiel auf der Leitungsebene der wissenschaftlichen Einrichtungen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und forschungsintensiven Unternehmen der Region findet ihren Niederschlag in der – von der TU Darmstadt, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt und der Stadt Darmstadt gemeinsam herausgegebenen – Publikation "Wissenschaftsstadt Darmstadt – Wissenschaft und Forschung in Darmstadt", die einen Überblick über die Forschungsaktivitäten von 40 Institutionen und Unternehmen im Darmstädter Raum gibt. Ihre zukunftsweisenden Forschungsergebnisse, erfolgreichen Produkte u nd Verfahren werden weltweit umgesetzt. Sie stehen für einen, über die Landesgrenze weit hinausgehenden, Wissenstransfer, der Darmstadts internationale Anerkennung als Forschungs- und Wissenschaftsstandort begründet.


Internationalität



Workshop "Semiotic Approaches to User Interface Design"

Mit einem Anteil von mehr als 14 Prozent ausländischer Studierender unter den rund 16.000 Studenten und Studentinnen liegt die TU Darmstadt deutlich über dem Bundesdurchschnitt deutscher Universitäten von acht Prozent. Wissenschaftliche Kooperation auf vertraglicher Basis unterhält sie mit mehr als 65 Partneruniversitäten in aller Welt. Die TU Darmstadt ist eingebunden in verschiedene europäische Netzwerke. Das European Credit Transfer System ist nahezu vollständig für alle Lehrangebote der TU Darmstadt eingeführt.


Wissenstransfer

Damit innovative Ideen und Forschungsergebnisse ihren Weg noch rascher in die praktische Anwendung finden, hat die TU Darmstadt – gemeinsam mit der Stadt Darmstadt, der Industrie- und Handelskammer, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, den Sparkassen Darmstadt und Dieburg sowie der FH Darmstadt und dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung – die Innovationsgesellschaft Darmstadt mbH gegründet, die das Technologie- und Innovationszentrum aufgebaut hat. Dieses Zentrum hat im Frühjahr 1999 seine Arbeit aufgenommen. Es bietet jungen Firmen Räume, technische und personelle Infrastruktur sowie Beratung in allen kaufmännischen und rechtlichen Fragen, und dies zu auch für Existenzgründer erschwinglichen Preisen. In das TIZ sind inzwischen eine Reihe junger Wissenschaftler eingezogen, die an der TU Darmstadt studiert und geforscht haben und nun den Sprung in die Selbständigkeit wagen. Mit dieser Form des Wissens- und Technologietransfers leistet die Hochschule einen aktiven Beitrag zur Regional- und Wirtschaftsentwicklung des südhessischen Raumes und bietet ihren Absolventen zugleich die Möglichkeit, beruflich Fuß zu fassen mit der Gründung eines eigenen Unternehmens.

Quelle: www.tu-darmstadt.de


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