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Unter dem Titel „Tharandt: Die Flut und Silvania" erschien in CORPS 4/2002 ein Bericht zu den Auswirkungen des Hochwassers auf das Haus der Silvania und die Stadt Tharandt. Um das Corpsleben aufrecht erhalten zu können, rief die Silvania zu Spenden auf. Michael Creutz Silvaniae beschreibt, was seitdem geschah.Tharandt: Drei Jahre nach der FlutkatastropheDas Corps Silvania konnte nach dem Schock des August-Wassers – mitten in der Ferienzeit – den Schaden genauer unter die Lupe nehmen und erste Erhaltungsund Sicherungsmaßnahmen am Corpshaus treffen. Der Zwischenboden aus Holz – in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts für den kommunalen Judosportverein eingezogen – muß wegen seiner Durchnässung raus. Die Raumentfeuchter im Paukkeller laufen seit Mitte August rund um die Uhr und werden zweimal täglich mit bis zu 20 Litern Wasser geleert. Der tägliche Paukbetrieb findet einstweilen im Kneipsaal statt. Das jährlich aus Anlaß unserer Rekonstitution von 1990 stattfindende Wildessen bei AH Thielsch-Sachse verläuft einerseits in einer gedämpften Atmosphäre – andererseits ist wieder ein ähnlicher Aufbruchsgeist wie am Anfang der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts zu spüren nach dem Motto „Jetzt erst recht !". November 2002: Der Artikel über den Wasserschaden erscheint in CORPS und bringt uns mit vielen Bekannten und (noch) Unbekannten in Kontakt. Die ersten Spenden gehen kurz darauf auf dem Konto des Förderkreises ein – bis Ende Januar 2003 sind es rund 7500 Euro. Die „Organisation" weiterer Finanzmittel von Corpsbrüdern und uns nahestehenden Nichtkorporierten wird intensiviert, um die Baumaßnahmen ohne langfristige finanzielle Bindung bzw. Verpfändung an ein Geldinstitut durchführen und bezahlen zu können. Frühjahr 2003: Nachdem der zur Verfügung stehende Finanzrahmen aus Spenden Dritter sowie Eigenmitteln des Altherrenvereins klar ist, werden die zur Sanierung des Paukkellers notwendigen und finanzierbaren Maßnahmen mit unseren Bauingenieuren Holdefleiss, Brandenburg und Richter konkretisiert. Aufgrund der Durchfeuchtung von Mauerwerk und Bodenplatte muß teilweise um das Haus herum ausgeschachtet werden, die Mauern getrocknet, isoliert sowie eine Drainage zur Ableitung von Bergdruckwasser verlegt werden. Zudem ist an den Innenwänden der Auftrag von Sanierputz nötig und der Einbau einer Pumpenmulde ratsam. Sommer 2003: Die Baumaßnahmen am Corpshaus beginnen – mit dem geringstmöglichen Einfluß auf den laufenden Corpsbetrieb – nach Abschluß der studentischen Prüfungsperiode in den Semesterferien. Durch diesen Umstand begünstigt, können auch etliche Zuarbeiten sowie ein geringer Teil der Arbeiten durch die Corpsbrüder in Eigenleistung erbracht werden. Schließlich ist die Rekonstruktion im November 2003 weitgehend abgeschlossen: Der reguläre Paukbetrieb kann erstmals seit fast eineinhalb Jahren wieder im Paukkeller – dieser ist inzwischen neu gestaltet – stattfinden. An dieser Stelle möchte sich das gesamte Corps Silvania, insbesondere der Altherrenverein, ganz herzlich bei den vielen Spendern bedanken. Diese haben oftmals, trotz eventuell vorhandener Nöte im eigenen Bund, über diesen hinaus gedacht und uns bei der Substanzerhaltung unseres Corpshauses enorm geholfen. Wir möchten die Spender – aber auch alle anderen – einladen, uns in Tharandt zu besuchen und sich selbst ein Bild von der Mittelverwendung zu machen. |