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Wachenburg-Frühschoppen im Zeichen der Erinnerung



Der Wachenburg-Beauftragte Dr. Christoph Esser Borussiae Clausthal; Edith Kern, Frau des im vergangenen Jahr verstorbenen Wachenburg-Beauftragten Wolf-Dietrich Kern Rheno-Nicariae und der Vorsitzende des Wachenburg-Ausschusses, Dipl.-Ing. Steffen Seiferheld Bavariae Stuttgart, Franconiae Berlin. (v.l.n.r.)



Lothar Stoll, Gesellschafter und Geschäftsführer der Art Consult AC vor einer Kaltnadelradierung des „Käthchen" von Dali.



Salvador Dali.

Mit dem Gedenken an den am 20. August vergangenen Jahres verstorbenen Wachenburg-Beauftragten Wolf-Dietrich Kern Rheno-Nicariae eröffnete dessen Nachfolger Dr. Christoph Esser Borussiae Clausthal den Frühschoppen auf der Wachenburg am 19. März 2005. Dr. Christoph Esser gab den Anspruch Kerns an den Frühschoppen wieder, den dieser 1991 so formuliert hatte: „Wir Weinheimer Corpsstudenten wollen mit Ihnen das Gespräch führen und wollen, daß Sie uns besser kennenlernen." WolfDietrich Kern habe, so Dr. Esser in seiner Begrüßungsansprache, zwei gleichrangige Ziele gehabt: 1. Das Verständnis zwischen den Weinheimer Bürgern und den Weinheimer Corpsstudenten zu fördern und zu verbessern. 2. Die Wachenburg, die er als Burg der Corpsstudenten, mindestens aber genauso viel auch als Burg der Weinheimer Bürger empfunden habe, genau zu diesem Zweck, nämlich der Verständigung, zu erhalten und zu verschönern. In den Dank an Wolf Dietrich Kern schloß Dr. Esser ausdrücklich dessen am Frühschoppen teilnehmende Frau Edith mit ein: „Es ist mit Ihr Verdienst, daß die Beziehungen zwischen den Weinheimer Corpsstudenten und den Weinheimer Bürgern so gut bestellt sind."

Als Gäste des Frühschoppens wurden unter anderem begrüßt: Der Weinheimer Oberbürgermeister Heiner Bernhard, der vormalige Oberbürgermeister Uwe Kleefoot, Dr. Karl A. Lamers (MdB), Georg Wacker (MdL), der Vorortsprecher Christian Possienke Saxoniae Hannover und der stellvertretende WVAC-Vorsitzende Konrad Weber Teutoniae Berlin, Altsachsen.

Das traditionelle Referat hielt Lothar Stoll, Gesellschafter und Geschäftsführer der Art Consult AC, die vom 6. bis zum 21. August auf der Wachenburg eine Ausstellung zu Dalis dreidimensionalem Schaffen, seinen Bronzen, aber auch ausgewählten graphischen Zyklen veranstaltet. „Jede graphische Sammlung der Welt wäre stolz auf diese Exponate. Sie entsprangen Dalis kreativster und künstlerisch wertvollster Schaffensperiode", gab Lothar Stoll das Expertenurteil von Lutz W. Loepsinger, Verfasser des offiziellen grafischen Werknachweises, wieder.

Dali, so Stoll, sei der Künstler des Surrealismus im 20. Jahrhundert. Die Idee, die „sur-realite" darzustellen, sei für die Kunst erst möglich geworden mit der Erfindung der Fotografie im 19. Jahrhundert. Die bis dahin größte Aufgabe der Kunst, das exakte Abbilden von Menschen oder historischen Ereignissen sei entfallen. Die Kunst habe dann neue Aufgaben, zum Beispiel im Impressionismus, Expressionismus oder eben Surrealismus gefunden.

Die Öffnungszeiten der Salvador-Dali-Ausstellung auf der Wachenburg vom 6. bis 21. August 2005 sind täglich von 11 bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet sieben Euro, ermäßigt fünf Euro. Für Gruppen ab zwölf Personen inkl. Führung neun Euro (nur nach Voranmeldung).

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