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Es ist das Bild des harmonischen Familienfestes, das den Reiz der Weinheimtagung seit mehr als 100 Jahren ausmacht. So auch wieder in diesem Jahr: Corpsbrüder, Corpsstudenten, alte Freunde treffen sich. Und immer wieder dabei sind Ehefrauen, Lebensgefährtinnen, Partnerinnen und auch manches Kind vom Säugling bis zum Halbwüchsigen erfreut sich an dem bunten Bild auf Marktplatz, Wachenburg und Windeck. Ganz selbstverständlich also auch, dass viele der Teilnehmer am Empfang durch die Stadt Weinheim am Donnerstag Abend im Rathaus – Teilnehmerinnen sind. Zuvor hatten Ältestenrat und Beirat auf der Wachenburg getagt.
Für den Weinheimer Oberbürgermeister Heiner Bernhard war es eine Art Premiere. Seit Herbst vergangenen Jahres im Amt, betonte er, dass der Empfang der Stadt Weinheim dem echten Bedürfnis entspricht, gute Traditionen zu wahren. Als gebürtiger Weinheimer wäre er von Kind an mit den farbentragenden Studenten aufgewachsen. Bernhard zeichnete ein optimistisch stimmendes Bild der ZweiBurgen-Stadt. So wären die Gewerbesteuereinnahmen noch stabil. Zusammengelegt würden das Citymanagement und der Verkehrsverein, um so die Stadt noch besser vermarkten zu können.
„Wir Weinheimer Bürger auf Zeit freuen uns darauf, wenn Weinheim weiter so schön bleibt," sagte der WVAC-Vorsitzende Dr. Wulf Thommel Vitruviae in seiner Ansprache. Thommel dankte dem Wachenburgbeauftragten WolfDietrich Kern Rheno-Nicariae und dem Weinheimbeauftragten Dr. Günther Schaaf Slesvico-Holsatiae für die Zusammenarbeit mit der Stadt. Vorortsprecher Dirk Gründler Franco-Guestphaliae freute sich, die alljährliche Spende der Corpsstudenten diesmal an die Karrillon-Hauptschule zu übergeben, die einen Videopräsentationstisch erhielt. Außerdem solle eine Schülergruppe auf die Wachenburg eingeladen werden.
Die Vorstellung des renoncierenden Corps Frisia Göttingen, das einen Antrag auf Aufnahme in den WSC beim SC zu Hannover gestellt hat, nahm auf dem oWSC am Freitag breiten Raum ein: Drei Vertreter der Frisia, die zur Zeit 22 Aktive und 209 Alte Herren umfasst, erklärten, dass die ehemalige Burschenschaft Frisia aus der Deutschen Burschenschaft aus getreten ist. Die Frisia hätte bereits in den 50er Jahren und auch später in den 70er, 80er und 90er Jahren die Problematik einer Mitgliedschaft in der DB gesehen. Die Aktiven hätten sich deshalb die einzelnen Verbände und vor allem die einzelnen Korporationsformen angesehen und wären zu dem Schluss gekommen, dass sie eine moderne, liberale und weltoffene Ausrichtung wollten. Diese Vorstellung wäre im WSC am besten zu realisieren. Vorortsprecher Gründler betonte, dass das Aufnahmegesuch die volle Unterstützung des Vorortes und des Vorstandes des WVAC habe.
In seinem Vorortbericht erläuterte Vorortsprecher Gründler, dass der WSC zur Zeit aus 56 aktiven Corps bestünde. Noch suspendiert seien Alemannia-Thuringia, Baltica-Borussia (zum Wintersemester 2003/2004 wieder aktiv), Teutonia Dresden, SlesvicoHolsatia und Saxonia Berlin zu Aachen. Die Zahl der Mitglieder der aktiven CC hat sich vom 1. August 2002 (1206) auf 1268 am 1. März 2003 leicht verbessert. Die Abstimmungsergebnisse zu den einzelnen Anträgen finden sich im oWSC-Protokoll 2003. Im Anschluss stellte sich der designierte Vorort Karlsruhe vor (siehe Seite 26). |